Greif

Krîfon Mittelrhein

Schwertkampf-Training im Raum Boppard / Koblenz

Wöchentliches Training ermöglicht dem "Fechter aus Leidenschaft" einen tiefgründigen Einstieg in die Materie, denn ohne Frage adelt es den Inhaber dieser charismatischen Waffe, damit auch umgehen zu können. Im regelmäßigen Unterricht können wir individuell auf jeden einzelnen Fechter eingehen und so den Unterricht dem jeweiligen Kenntnisstand anpassen.

Trainingszeiten

 
Wochentag Uhrzeit Ort Halle Beschreibung     
Samstag,
(alle 2 Wochen)
16:00-18:00 Boppard bei Koblenz Gymnastiksaal der Michael-Thonet-Schule Langes Schwert, Rapier     
Freitag
(wöchentlich)
19:00-21:00 Koblenz Blindtal 3, 56077 Ehrenbreitstein (Koblenz) Langes Schwert, Rapier     
- Die aktuellen Trainingstermine finden Sie im News-Board
- Bitte vorher per E-Mail anmelden!
- Monatsbeitrag: 25,00 Euro
    
                   

Thomas Schwebsch - Leiter der Trainingsgruppe Koblenz/Boppard
  • Fechtlehrer ADFD und Fachsportlehrer DSLV in Ausbildung
  • Trainingsbetreuer im SchwertRing
  • Bei der Fechtschule seit 2008
Thomas leitet im Raum Koblenz/Boppard das Wiederholungs-Training für unsere Seminarteilnehmer/innen.
 
Thomas Schwebsch

Lisa Krummenauer - Trainingsassistenz in Koblenz/Boppard
  • Trainingsbetreuerin im SchwertRing
  • Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste in der Rheinischen Landesbibliothek Koblenz
  • Bei der Fechtschule seit 2010
Lisa unterstützt im Raum Koblenz/Boppard das Training für unsere Seminarteilnehmer/innen. Zum Schwertfechten hat sie durch Recherchen zu ihrem ersten historischen Roman gefunden.
 
Lisa Krummenauer

Bernd Lappé - Trainingsassistenz in Koblenz/Boppard
  • Trainingsbetreuer im SchwertRing
  • Gymnasiallehrer für Mathematik und Informatik
  • Bei der Fechtschule seit 2013
Bernd unterstützt im Raum Koblenz/Boppard das Training für unsere Seminarteilnehmer/innen.
 
Bernd Lappé

Benjamin Bott - Lehrling
  • Fechtlehrer ADFD und Fachsportlehrer DSLV in Ausbildung
  • 2. Platz beim 'ersten internen SchwertRing-Turnier', 2013
  • 2. Platz beim 'dritten internen SchwertRing-Turnier', Schloss Dhaun 2015
  • Mitglied der Fechtschule seit 2009
Benjamin macht seit November 2015 bei uns und der ADFD für 3 Jahre die Ausbildung zum Historischen Fechtlehrer und Fachsportlehrer DSLV.
 
Benjamin Bott


Trainingsablauf

Der Unterricht beginnt mit disziplinübergreifenden Aufwärmübungen. Nicht nur Ausdauer und Beweglichkeit werden dabei trainiert, sondern auch Reaktionsvermögen und Koordination.
Der erste Unterrichtsteil besteht aus gemeinsamer Wiederholung von Grundtechniken (Beinarbeit, Hiebe und Paraden) ohne Gegenüber. So wird der Kenntnisstand auch neuerer Schüler angeglichen und Grundwissen vertieft. Ebenfalls zum „Einfechten“ gehören die darauffolgenden Zweikampfübungen, die mit wechselnden Partnern frei durchgeführt werden. Jeder Schüler kann hier Techniken und Fechtgeschwindigkeit weitgehend selbst bestimmen und so zu seiner Tagesform finden, Lernerfolge feststellen oder für sich an Schwachpunkten arbeiten.
Die Übungsphase geht nun in den Haupfteil des Trainings über, den themenbezogenen Unterricht. Je nach Zusammensetzung der Gruppe werden gemeinsam neue Techniken erlernt. In den meisten Fällen wird der Kenntnisstand aber variieren, so dass der Trainer einzelne oder mehrere Schüler bezüglich eines Themas betreut und individuell Hilfestellung gibt.

Abschließender Teil und mit größte Herausforderung des wöchentlichen Trainings ist das Freigefecht. Viel direkter, als bei den Übungen ist hier der Fechtpartner der Gegner, den es zu besiegen gilt. Im Freigefecht wird am deutlichsten spürbar, dass es sich um einen Kampf handelt. Dieses Gefühl ist es aber auch, welches für viele dem Kindheitstraum so nah kommt: aus eigener Kraft einen Gegner besiegen zu können, eigene Zweifel und Ängste überwinden zu können.
Auch und gerade bei den Freikämpfen legen wir großen Wert auf Sicherheit - das heißt technische Präzision an Stelle von wildem "Gedengel". Geschützt durch Fechtmasken aus dem Sportfechten haben die Schüler Gelegenheit, ihre Fähigkeiten ohne Verletzungsgefahr zu erproben. Die Freigefechte werden anschließend in der Gruppe besprochen und auch von den Fechtern selbst analysiert. Dies dient der Verarbeitung von Sieg und Niederlage und fördert die Fähigkeit, sich selbst einzuschätzen.

Trainingsvorbereitung (Aufwärmen):
  • Lockerungsübungen für Arme, Beine und Rumpf
  • Übungen zum Koordinationstraining
  • Übungen, um die Handhabung der Waffe zu routinieren
Gemeinsame Wiederholung der Grundtechniken:
  • Beinarbeit
  • Hieb- und Stichtechniken
Themenbezogener Unterricht (Hauptteil):
  • Vertiefung der Grundtechniken
  • Erlernen weiterer Fechttechniken
  • Verfeinerung der Koordination
  • Zweikampfübung u.v.m.
Freifechten:
  • Es werden gemeinsam die Taktiken und Fehler der Schüler erörtert und Verbesserungsvorschläge gemacht. Die Schüler haben hier die Gelegenheit, sich aktiv in die Diskussion einzubringen.
Gemeinsamer Abschluss


faq
F A Q

Lernziele

Nicht nur der Körper wird beim Historischen Fechten gefordert, sondern der Fechter in seiner ganzen Persönlichkeit. Ebenso, wie ein Fechter von naturgegebener Gelassenheit oder Kampfgeist profitieren mag, wird ein anderer in genau diesen Eigenschaften geschult werden, wenn sie ihm fehlen - dafür sorgt die Eigenart dieser außergewöhnlichen Kampfkunst. Das Schwertfechten ist für die meisten Schüler mit Kindheitsträumen und großer Leidenschaft verbunden. Von dieser Tatsache angespornt hat man im Training die Möglichkeit beständig an sich arbeiten und Lernziele verfolgen, auch über persönliche Hürden hinaus. Ein Fechter kommt nicht umhin, konzentriert und entscheidungsstark zu sein, er wird lernen, sowohl den Augenblick als auch den strategischen Plan zu sehen, er wird Konflikte meistern müssen - denn jedes Gefecht ist ein Angriff, er wird oft sich selbst gegenüberstehen, vor allem aber auch sich selbst begegnen.

Historisch, nicht szenisch


In unserem wöchentlichen Training praktizieren wir weder 'Schaukampf' noch Bühnenfechten. Letzteres lässt sich zwar als Prinzip unterstützend für Fecht-Vorführungen heranziehen, bildet aber keinen Teil des regelmäßigen Trainings. Eine Trennung von Bühne und Historischem Fechten ist uns besonders wichtig und eine Voraussetzung für das effektive Erlernen der überlieferten Techniken.

Sicherheit

Die Sicherheit steht bei uns an oberster Stelle! Sowohl die Wahl der überlieferten Techniken als auch die Trainingsmethoden orientieren sich daran. Beim Training werden Fechtmasken (keine Helme) getragen. Freikampftraining findet bei uns mit verminderten Krafteinsatz statt.

Equipment

Damit sich der Schüler auf Technik und Körperkoordination konzentrieren kann, ohne ein körperliches Risiko einzugehen, wird im Unterricht nicht nur mit Metallschwertern geübt: als Trainingswaffe dient oft das Shinai oder ein Übungsschwert aus Kunststoff, das in seinen Maßen einem Langschwert entspricht. Die Übertragung der Techniken auf die schwerere Fechtwaffe aus Metall ist anschließend das Ziel. Jedoch ist trotz der anderen Gewichtsverhältnisse dieser Teil schneller als erwartet vollbracht. Dennoch bleiben Übungswaffen weiterhin fester Trainingsbestandteil. So ist dem Herantasten, Ausprobieren und Erfahren der Schüler (fast) keine Grenze gesetzt - eine wichtige Voraussetzung für eine Sportart, die sich dem Ausübenden nicht uniform aufdrängt, sondern offen bleibt für die Erforschung und individuelle Herangehensweise des Einzelnen.

Trainingskleidung:
  • Sportkleidung (vorzugsweise lange Hosen)
  • Hallenschuhe
  • Handschuhe (Leder)
  • Fechtmaske
  • Optional: Fechtjacke, Gambeson oder Vergleichbares
  • Optional: Verstärkte Handschuhe
Trainingswaffen:
  • Kunststoff-Waster (ggf. Shinai)
  • Metallwaffe (Schwert, Langes Messer, etc.)
  • Optional: Fechtwaffe (leichtere Metallwaffe oder Fechtfeder mit flexiblier Klinge)
Wir beraten Sie gerne, was Sie im Einzelnen benötigen.
Online finden Sie unsere Empfehlungen in unserer Bibliothek bei unserem Equipmentberater


Trainingsinhalte

Wir fechten nach Vorlage historischer Quellen aus dem 14.-17. Jahrhundert. Hauptaugenmerk liegt beim Langen Schwert auf der Fechttradition Liechtenauers, welche Ihren Ursprung im 14. Jahrhundert hat und in den Schriften seiner Nachfolger wie Ringeck, Danzig, Talhoffer und anderer überliefert ist.

pic
Die Quellen Liechtenauers überliefern hauptsächlich Techniken für fortgeschrittene Fechter, die sogenannten "Verborgenen Hiebe" (im 16. Jh. "Meisterhiebe" genannt) und sich daraus ergebene Stücke (Folgeaktionen). Die Grundtechniken werden in der Tradition Liechtenauers allerdings nur bruchstückhaft erwähnt, da diese bereits vorausgesetzt wurden:

"die selbigen verporgen | vnd verdackten wort der zedel die stenn hernach in der glosen | Also verklert | vnd aus gelegt das sÿ ydermann wol vernemen | vnd versten mag der do anders fechten kan"
Übersetzt: "Diese verborgenen und verdeckten Worte der Schriften sind Teil der folgenden Glossen. Sie werden im Folgenden erklärt und ausgelegt, damit sie jedermann vernehmen und verstehen mag, der bereits fechten kann."
(Danzig, 1452)

Für diese Basis komplettieren wir Liechtenauers wenige genannte Grundlangen mit den Lehren Joachim Meyers. Seine Lehren sind didaktisch aufbereitet und enthalten somit auch die Grundhiebe. Sie liefern darüber hinaus ein ganzheitliches, rundes Bewegungsystem welches eine hervorragende Basis bildet, um die typisch europäische Bewegungsweise mit der Blankwaffe - insbesondere dem Langschwert - kennen zu lernen. Unser Ziel ist es nicht, nach ausschließlich einer überlieferten Fechtquelle zu arbeiten, sondern eine ganzheitliche Fechtkunst zu trainieren, welche so exakt wie möglich die damalige Fechtweise widerspiegelt:
  • Hauptquellenstrang unserer Techniken:
    - Cod. 44 A 8 (Peter von Danzig)
    - Cod. Hs. 3227a ('Döbringer')
    - Mscr. Dresd. C 487 (Sigmund Ringeck)
    ergänzt durch zeitgenössische Quellen des 15. Jahrhunderts, wie z.B. Talhoffers Fechtbücher.
  • Ergänzung durch Quellen aus dem 16. Jahrhundert, insofern es mit der klassischen Liechtenauer-Lehre nicht im Widerspruch steht.
  • Zentraler Inhalt: Die "verborgenen Hiebe" Liechtenauers und sich daraus ergebene Stücke, eingebettet in 'Grundtechniken'.
  • Interpretationsprinzip: Von der These, geprüft durch die Quelle, zur Technik. Somit arbeiten wir nicht von der Quelle zur Technik, sondern verifizieren die Technik an der Quelle, mit der Vorsatz, dass die Technik nicht der Quelle wiedersprechen darf.
    (Zur Vertiefung, unser Artikel 'Von der Quelle zur Wahrheit ... oder wie rum war das nochmal?')
schwertkampf-buch
Einen kleinen Eindruck von den Techniken gibt ihnen unser
Schwertkampf-Tutorials Trailer 2015



Zu weit weg?

Unsere ständig wachsende und interaktive Lernplattform mit vielen Video-Tutorials
URL:     

www.Schwertkampf-Tutorials.de

    
         
 
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